Living History im amerikanischen Westen

Living History im amerikanischen Westen

An den historischen Plätzen Nordamerikas erwacht die Geschichte. Zum jährlichen Rendezvous in Fort Union (North Dakota) ziehen Trapper und Indianer aus den Bergen heran. In Frontier-Dörfern des Fernen Westens leben Pioniere wie vor 150 Jahren. In alten Kavallerieposten satteln Blauröcke wie einst ihre Pferde.
Living History = Lebendige Geschichte: In Europa wird dieses Thema von manchen konservativen Wissenschaftlern noch verdammt, von anderen, aufgeschlossenen Historikern mit einer gewissen Unsicherheit betrachtet. Ein amerikanischer Autor brachte es auf den Punkt: Living History ist das interessanteste und möglicherweise wichtigste Phänomen der Museumswissenschaften, seit Museen konzipiert wurden."
Auf Museumsfarmen und an historischen Gedenkstätten öffnen hochqualifizierte Interpreten einen "Zeittunnel" in die Vergangenheit. Daneben ist Living History eine natürliche Verbindung zur "Experimental-Archäologie" und zur "Action Anthropology".
Neben der vitalen, ständig wachsenden Reenactor-Szene in den USA, gibt es eine wachsende Gruppe von Menschen, die davon leben, Geschichte anschaulich und direkt zu präsentieren.
Dietmar Kuegler, seit fast 35 Jahren ausgewiesener Experte für die amerikanische Pionierzeit, hat auf seinen zahllosen Reisen durch die USA immer wieder Präsentationen und Veranstaltungen mit lebendiger Geschichtsdarstellung besucht. Er hat Dutzende von Living-History-Interpreten getroffen, mit vielen eingehende Gespräche geführt, hat sich mit der Entwicklung dieser Form der historischen Forschung und Wissensvermittlung befasst und legt mit diesem Buch die erste Dokumentation in deutscher Sprache über ein amerikanisches Phänomen vor, das beispielhaft für europäische Museen und historische Plätze sein sollte. Eine Pionierarbeit.
Diese Beschreibung ist Sachdarstellung, Reportage und Handbuch zugleich. Sie soll darüber hinaus eine Anregung für Menschen in Deutschland sein, die sich der Living History verschrieben haben - sei es als Indianer, Pionier, Cowboy oder Bürgerkriegssoldat, aber auch als Gestalt der europäischen Geschichte.
Das vielleicht ungewöhnlichste Amerika-Buch, das je in Deutschland erschienen ist.
Kuegler veröffentlichte mehr als 50 Bücher und Hunderte von Fachartikeln. Zahlreiche Arbeiten wurden ins Französische übersetzt. Er ist ständiger Mitarbeiter der militär­wissenschaftlichen Zeitschrift PALLASCH und des DEUTSCHEN WAFFEN-JOURNALS.

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